Am Montagnachmittag waren Jakob und Mama zusammen mit Lil, Sam und Annika im SAM - Singapore Art Museum. Wir waren in einer ganz besonderen Ausstellung nur für Kinder - Herrlich!!! Im ganzen Haus durften die Kinder ausprobieren, laut und kreativ sein. Wir haben gemalt, geschnitten, mit Schlüsseln und Klammern Muster auf Ton gedrückt, in Micros gebrüllt, getanzt, Filme im Kino geschaut und Tintenfische zum Leben erweckt. Erfrischend, kurzweilig und absolut kindergerecht hatten unsere drei Kinder hier einen ganz tollen Nachmittag.... und wir Mütter natürlich auch.
Dienstag, 10. Juli 2012
Dienstag, 12. Juni 2012
Besuch im Red Dot Design Museum
Zusammen mit Jakob habe ich (Nicole) am Montagnachmittag die bunten und verschiedenartigen Exponate des Red Dot Design Museums erkundet. Das Red Dot Design Museum beherbergt mehr als 1.000 Objekte aus 55 Ländern. Es gibt ein Museum in Essen und ein Zweites, seit 2005, hier in Singapore. Der Red Dot Design Award ist wohl dem Oskar für Design gleichzusetzen. Das Haus ist von außen zwar riesig, die Ausstellungsräume - Gott sei Dank für Jakob - sind, mit einer Anzahl von 2, sehr übersichtlich. Wir waren die einzigen Besucher, herrlich. Die Museumsangestellte war total freundlich und meinte, wir dürften alles fotografieren. Vor allem durften wir alles anfassen und vieles haben wir einfach ausprobiert.
Kleine, große, bunte, runde, eckige Objekte haben wir entdeckt, begonnen bei der Cornflakes-Schachtel, über Klo- oder Tupperschüsseln, Uhren, Möbel, Medizintechnik bis hin zum Linde Gabelstapler. Den durfte man leider nicht Probesitzen, da war Jakob natürlich ganz traurig. Aber es gab touchscreens und die haben schnell über den Gabelstapler hinweggetröstet.
Anschließend haben wir uns noch in der gegenüberliegenden City Galerie zwei große Modelle von Singapore angeschaut. "Ah, hier wohnen wir!", "Und wo landen die Flugzeuge?", "Mama, hier sind die Gondeln!" Nur anfassen durfte man leider nichts und dabei sieht es doch soooo verführerisch aus!
Nach viel Museum mußte dann am Tagesende noch schnell in den Pool gesprungen werden! Doch der nächste Museumsbesuch folgt.
Kleine, große, bunte, runde, eckige Objekte haben wir entdeckt, begonnen bei der Cornflakes-Schachtel, über Klo- oder Tupperschüsseln, Uhren, Möbel, Medizintechnik bis hin zum Linde Gabelstapler. Den durfte man leider nicht Probesitzen, da war Jakob natürlich ganz traurig. Aber es gab touchscreens und die haben schnell über den Gabelstapler hinweggetröstet.
Anschließend haben wir uns noch in der gegenüberliegenden City Galerie zwei große Modelle von Singapore angeschaut. "Ah, hier wohnen wir!", "Und wo landen die Flugzeuge?", "Mama, hier sind die Gondeln!" Nur anfassen durfte man leider nichts und dabei sieht es doch soooo verführerisch aus!
Nach viel Museum mußte dann am Tagesende noch schnell in den Pool gesprungen werden! Doch der nächste Museumsbesuch folgt.
Dienstag, 5. Juni 2012
Unterwegs mit Langs in Singapore
Nach unserem gemeinsamen einwöchigen Urlaub auf Bali, blieben die Langs noch 2 Tage in Singapur. Sie wohnten im abgefahrenem Hotel Re ganz in unserer Nähe. Zusammen haben wir noch ein wenig Chinatown, Little India und die ein oder andere Shoppingmall erkundet.
Singapore ist heiß, laut, bunt und immer in Bewegung, da haben sich die Langs sichtbar nach frischer, bayrischer Landluft gesehnt .... aber ihr müßt bald wiederkommen!
Montag, 4. Juni 2012
Urlaub auf Bali
Vom 27. Mai - 4. Juni haben wir unseren ersten längeren Urlaub von Singapur aus verbracht. Mit der KLM sind wir nach Bali/ Denpasar geflogen. Das war herrlich, wir konnten den ganzen Flug über holländisch reden und es gab auch Appeltart. In Denpasar haben wir Carlotta, Fredi, Birgit und Ralf wiedergetroffen, die am Vortag in Singapur angekommen waren. Gemeinsam ging es mit dem Taxi in die im Süden liegende Stadt Sanur.
Leider fing der Urlaub etwas holprig an. Wir kamen ca. 20:00 Uhr im Hotel an, das Einchecken dauerte fast 20min, was mit hungrigen Kindern nicht lustig ist. Ok, dann schnell in den Bungalow, Hände waschen und Abendessen. Nach dem Essen ging es noch kurz ans Meer, das direkt neben dem Hotel liegt, wir wollten es wenigstens mal rauschen hören, denn auf Bali ist es es schon um 19:00 Uhr stockfinster.
Leider fing der Urlaub etwas holprig an. Wir kamen ca. 20:00 Uhr im Hotel an, das Einchecken dauerte fast 20min, was mit hungrigen Kindern nicht lustig ist. Ok, dann schnell in den Bungalow, Hände waschen und Abendessen. Nach dem Essen ging es noch kurz ans Meer, das direkt neben dem Hotel liegt, wir wollten es wenigstens mal rauschen hören, denn auf Bali ist es es schon um 19:00 Uhr stockfinster.
Die folgenden Tage verbrachten wir lange am Frühstückstisch, meistens im Pool, Muscheln sammelnd am Strand oder mit der Suche nach einer Location für unser Abendessen
Das Wetter fanden wir herrlich, auch wenn der Isi es als kühl bezeichnete. Naja, er als südländischer Typ eben. Endlich wehte mal wieder ein frischer Wind. In Singapur sind es immer gleichbleibend 30°C und tagsüber ist es in der Sonne deutlich heißer.
Wenn es nach Jakob und Carlotta gegangen wäre, hätten wir wohl 8 Tage jeweils 8 Stunden im Pool verbringen können. Aber Langs haben uns auch mal zu Kultur geschubst, wofür wir sehr dankbar waren. Unseren ersten Ausflug wagten wir erst einmal nur in das Zentrum von Sanur, Postkarten kaufen und Geld tauschen. Sanur liegt im Süden der Insel und der Strand ist gesäumt von vielen, meistens Luxus-, Hotels. Man kann kilometerweit auf einem Weg am Strand entlang schlendern, das Meer riechen, die Einheimischen beobachten, in hunderten Strandshops handeln oder einfach nur chillen in einem der zahlreichen Restaurants. Leider ist der Strand nicht immer so traumhaft schön, wie man sich Bali so vorstellt. Zum Einen wird mit der Flut zahlreiche Vegetation angespült, es wird aber auch eine Menge Müll, Plastik, Glas und die Reste der Opfergaben angeschwemmt. Teilweise laufen wir durch den Sand, in der einen Hand Muscheln haltend, in der anderen Glasscherben. Denn wenn die Kinder ins Wasser laufen, schauen sie nicht nach Glasscherben oder andere Gefahren.
Unser zweiter Ausflug führte uns Richtung Ubud, ca. 1 Stunde fahrt ins Landesinnere. Ein Taxifahrer brachte uns an tolle Orte und sprach dazu noch deutsch, was sehr hilfreich war. So sahen wir Weberinnen an echten Webstühlen bei ihrer Arbeit zu, konnten die Herstellung der farbenprächtigen Batikstoffe sehen, sahen tausende Werke von Steinmetzen und machten Stop an shops diverser Korbflechter.
Wir besuchten auf dem Weg nach Ubud auch zwei Tempel. Die Balinesen bekennen sich zum Hinduismus und jeder Platz, jeder Ort, jeder noch so kleine Winkel hat seinen eigenen Tempel. Diese sind aufwendig verziert und reich mit Göttern oder Dämonen aus dem Hinduismus geschmückt. Wir sahen zwei Tempel, die schon sehr alt sind. Der Tempel Goah Gajah wurde schon im 9. Jahrhundert errichtet. Das Betreten der Tempel ist nur mit langem, traditionellem Gewand erlaubt, zumindest müssen die Beine bedeckt sein. Auch hier sind wunderschöne Steinmetzarbeiten in üppiger Fauna und Flora eingebettet. Wir sehen Frösche, Warane, Echsen, Spinnen, Schmetterlinge und noch so einiges Kriechzeug. Belohnt werden wir in Ubud am Nachmittag im Cafe Lotus mit einem üppigen Mahl in einer traumhaften Kulisse. Mit Blick auf einen Tempel, vor dem ein See mit 1000 Seerosen liegt und alles in einer unglaublichen Ruhe, können die Kinder malen oder spielen und wir ein kühles Bintang schlürfen.
Auf dem Rückweg geht es vorbei an Reisterassen und Blumenfeldern. Auch hier stehen vor den Feldern Opferstöcke der hinduistischen Bauern.
Nach dem Tagesausflug folgt ein Tag am und im Meer. Wir gehen das erste Mal alle zusammen ins Meer. Und sogar August findet Gefallen am Planschen. Ihm ist der Sand eher suspekt und wenn wir in einfach reinstellten, sagte er nach kurzer Zeit "upanddown" und streckte uns seine Händchen entgegen, was soviel heißen soll wie "nimm mich endlich hoch"!
Wir badeten erst im Flut-Wasser und beobachten zusammen mit den Langs das Verschwinden des Wassers mit einsetzender Ebbe. Erst fanden wir die zurückbleibende Pflanzenwelt ein wenig eklig, aber dann gingen Langs zusammen mit Jakob auf Seesternsuche und fanden tolle Gebilde, Pflanzen und Tiere, von denen man lieber nicht wissen möchte, dass sie unter Dir schwimmen, während Du oben planschst.
Zum Abendessen sind wir oft vor die Tür gegangen. Wir alle waren begeistert von der balinesischen Küche, die mal mehr, mal weniger scharf war.
Von unserem Hotel, das Mercure Sanur, waren wir am Ende weniger begeistert. Ein Bungalow wurde direkt neben dem Pool grundentkernt, was das relaxen schwierig machte. Oder der Rasenmäher hat uns zur Mittagszeit geärgert. Ein wenig unentspannend fanden wir auch das allmorgentliche Nachfragen nach dem Frühstücksvoucher und die damit verbundenden Diskussionen (beim Check-in wurde für die gesamte Familie Frühstück gebucht, die Info kam aber nie im Restaurant an). Das Hotel ist nicht so richtig auf Kleinkinder eingestellt und nach 8 Tagen hatte der vorher blaue Pool eine grünliche Farbe angenommen. Schade fanden wir vor allem den verschmutzten Strand. Naja, meckern kann man immer.
Die Insel ist toll, die Menschen sehr freundlich und das Essen lecker. Wir wollen auf jeden Fall bald wiederkommen, dann geht es in den weniger touristischen Norden.
Sonntag, 20. Mai 2012
Auf dem Bauernhof in Singapore
Kaum zu glauben, aber wir haben tatsächlich eine Farm in Singapore besucht. Und: hier werden auch noch die Pflanzen ökologisch wertvoll angebaut werden. Schon alleine der Name fetzt: Bollywood Veggie Farm Wir sind noch schnell am Sonntagnachmittag in den Norden Singapurs gefahren und haben festgestellt, daß es dort eine ganze Reihe von Farmen gibt, darunter auch eine Ziegen- und Fischfarm. Wir wollten uns erst einmal nur mit Pflanzen begnügen. Es war herrlich. Lauter einheimische und für uns exotische Pflanzen werden hier angebaut. Ich konnte mich nicht daran erinnern, dass die Erdnuss ihre Früchte in der Erde trägt. Es waren Reisfelder in verschiedenen Wachstumsphasen zu sehen, man durfte kreuz und quer durch Kräuter, Bananen, Papaya, roten und grünen Zuckerrohr laufen. Am Ende der Farm gab es einen Bereich mit mehreren Tümpeln, gleich dem, der früher hinter Gerneckes Haus im Winter mit Schlittschuhen zu betreten war. Dort darf man nackt rumlaufen!
Für Kinder sind auf dem Hauptweg zwei Basketballkörbe aufgebaut und Bälle in großer Auswahl liegen in großen Wannen. Die Hula-Hoop Reifen wurden von Jakob und August für alles hergenommen, nur nicht zum Hulahoopen ;).
Ein Restaurant auf dem Gelände füllte am Abschluß des Besuchs unsere leeren Mägen. Alles Gekochte kam aus dem eigenen Garten. Für mein deutsches Kuchenherz oder -magen? ....egal, es gab jedenfalls exzellenten selbstgebackenen Bananenkuchen. Die Auswahl war noch größer und wird dann beim nächsten Mal durchprobiert.
Für Kinder sind auf dem Hauptweg zwei Basketballkörbe aufgebaut und Bälle in großer Auswahl liegen in großen Wannen. Die Hula-Hoop Reifen wurden von Jakob und August für alles hergenommen, nur nicht zum Hulahoopen ;).
Ein Restaurant auf dem Gelände füllte am Abschluß des Besuchs unsere leeren Mägen. Alles Gekochte kam aus dem eigenen Garten. Für mein deutsches Kuchenherz oder -magen? ....egal, es gab jedenfalls exzellenten selbstgebackenen Bananenkuchen. Die Auswahl war noch größer und wird dann beim nächsten Mal durchprobiert.
Sonntag, 13. Mai 2012
Muttertag
Ich bin ja eher die Generation "Internationaler Frauentag", der am 8. März zelebiert wird. Aber es ist natürlich wunderbar, wenn Deine zwei Söhne mit einem selbstgebastelten Herz vor Dir stehen und sagen "Mommy, mommy, mommy - I love you". Wir hatten einen gechillten Muttertag, mit Kindergeburtstag am Vormittag und klassischem Konzert am Nachmittag. Im Gepäck jede Menge Essen, Trinken, Spielzeug, Picknickdecke und was man sonst noch so braucht für ein Picknick im Park. Es spielte das Singapore Symphonie Orchester und wir durften, fast wie auf einem Festival im Gras liegen, Bier und Apfelsaft schlürfen und dabei unter anderem Dvorak, Khachaturian und Tschaikowski genießen. Herrlich! Nur lagen die Kinder erst um 22 Uhr in ihren Betten und somit hatten wir am Montag alle einen Hangover ;)

Samstag, 5. Mai 2012
Sebastian in Seoul, Süd-Korea
In der letzten April- und ersten Mai-Woche besuchte ich meine Kollegen in Seoul (Süd-Korea). Ähnlich wie schon in Moskau, sollte ich einen Workshop durchführen, um die Anforderungen der Kollegen in Süd-Korea an das BMW Leasing-System aufzunehmen.
Zugegebenermaßen, viel wusste ich nicht über Seoul und Süd-Korea: Olympische Spiele 1988 und natürlich der Fakt, dass seit dem Ende des 2.Weltkriegs Korea aufgeteilt ist in Nord- und Süd-Korea, und diese Aufteilung durch den Korea-Krieg 1950 (bis 1953) mehr oder weniger gefestigt wurde.
Von meinen Kollegen mit Korea-Erfahrungen hörte ich: "ein wundervoll schönes Land, mit viel Natur, man kann viel Wandern, aber auch Skifahren", "Koreaner sind nett und höflich", "Status gilt viel in Korea, vor allem das Auto ist ein hohes Status-Symbol"... Ich war gespannt!
Vom Flughafen bringt mich ein Bus zum Hotel, und, soviel konnte ich trotz fortgeschrittener Abendstunde erkennen, es geht über Land, mit Feldern und Feldwegen, vorbei an Wald und kleinen Ortschaften und am Horizont, gar nicht soweit weg, sehe ich Berge. Dann beginnt die Stadt und Seoul selbst stellt sich schon bald als hügelige Stadt dar, und gross.
Die ersten Tage verbringe ich (leider) viel in der Arbeit, erst am Abend kann ich ein bischen um die Häuser ziehen. Dabei wird eins schnell klar: Auch trotz der amerikanischen Präsenz finden sich kaum englische Wörter im "öffentlichen Leben". Das Bestellen eines Abendessen wird zum lustigen, aber auch leckeren Abenteuer. Gut, dass manche Restaurants in ihrer Karte auch Abbildungen der Gerichte haben.
Die U-Bahn hat glücklicherweise englisch untertitelte Stationsnamem, so dass Ausflüge ins Stadtzentrum ohne Probleme möglich sind.
Fürs Wochenende buche ich im Hotel eine geführte Tour an die Grenze zu Nordkorea.
Die Trennung zwischen Ost- und West, bei uns schon lange Geschichte, hier gibt es sie noch. In Korea heisst die Trennung "Nord - Süd", und der Grenzverlauf ist gekennzeichnet von einer 4 km breiten, sogenannten "De-Militarisierten Zone (DMZ)" (grammatikalisch korrekt wäre wohl "entmilitarisierte Zone"). Weder auf der Nord- noch auf der Südseite dieses streng bewachten Gebietes dürfen sich Militär, also bewaffnete Truppen aufhalten. Die Einreise in die DMZ muss zuvor angemeldet werden, der Aufenthalt unterliegt einer Zeitbeschränkung von 2h und es gibt Bereiche, in denen man nicht Fotografieren darf...
Unser Reisebus erreicht nach einer Stunde Fahrt von Seoul aus die "freedom"-bridge an der Grenze zur DMZ. Die Brücke führt über den Grenzfluss "Hangang" und hier wurden nach dem Korea-Krieg Gefangenen-Austausche durchgeführt. Eine aus den Fluten des Hangang gehobene, alte Dampflock ist ebenfalls ausgestellt, sie war bei Ausbruch des Krieges von Nordkorea "von der Brücke geschossen" worden und weisst mehr als 1000 Einschüsse auf. Nun steht sie als Mahnmal gegen den Krieg neben der Freedom-bridge.
Nachdem ein Kontrollposten passiert ist, geht es von der freedom-bridge in die DMZ. Wir fahren nach Dorasan, ein moderner und noch vollkommen unbenutzter Bahnhof an der Eisenbahnstrecke nach Pjoenjang/NK. Falls die Grenzen mal geöffnet werden, möchte man vorbereitet sein. Weiter gehts nach Panmunjeom, einem Ort, an welchem am 27. Juli 1953 das Waffenstillstandsabkommen zwischen Nord und Süd unterzeichnet wurde. Von hier kann man einen Blick in den Norden werfen, fotografieren ist allerdings strengstens verboten.
Danach geht es zur Besichtigung eines in den 1980er Jahren entdeckten Tunnels, den Nordkorea unter der DMZ hindurch gegraben hat. 4 Tunnel wurden bislang entdeckt, man vermutet jedoch noch einige mehr. Die Tunnel würden es Nordkorea ermöglichen, innerhalb kürzester Zeit Soldaten in den Süden zu verschaffen, und eine Invasion durchzuführen!
Droh-Gebärden aus Nordkorea hört und liesst man ja regelmässig in den Medien, aber das Gefühl einer Bedrohung sieht anders aus, wenn man sich tatsächlich in Seoul aufhält. Schliesslich liegt Seoul nur eine Fahr-Stunde von der Grenze zum Norden entfernt. Etwas mulmig im Bauch, geht es dann von der DMZ wieder nach Seoul zurück.
Süd-Korea ist ein aufstrebendes Land, es gibt einige wirtschaftliche 'global player', wie Hyundai oder Samsung, und die Menschen sind stolz auf ihr Land und darauf, wie sie es nach dem Krieg, als alles zerstört war, wieder nach vorn gebracht haben.
Der Eifer, mit welchem die Menschen das Land aufgebaut haben, ist auch heute noch zu spüren, allerdings mit verschiedenen Nebeneffekten: so las ich in einem Magazin, dass die Koreaner nichts ausser Arbeit kennen: Aufstehen, arbeiten gehen, abends nach Hause kommen, essen, schlafen.
Sie kennen keine Hobbies, wenn es heisst, Fotografieren ist "in", dann kaufen sich alle Koreaner eine Digitalkamera und fangen an, zu fotografieren. Aber ein Hobby ist es damit nicht, es wird eben gemacht, weil es "in" ist. Meine Arbeitskollegen bestätigten das, teilweise jdenfalls...
Sehenswert ist das "war memorial", welchen zum Gedenken an den Korea-Krieg errichtet wurde. Museum mit riesiger Aussenanlage, Denkmäler zur Erinnerung der im Krieg gefallenen Soldaten, Marmor-Tafeln mit den Namen der Verstorbenen.
Sehenswert sind natürlich auch die Märkte und Geschäfte, die ich versucht habe, so ausgiebig wie möglich zu besuchen (ich liebe "shopping"!).
Neben den verschiedenen "wholesale"-Märkten gibt es auch noch eine Reihe von Parks, Palästen und Tempel, die alle zum spazieren gehen und verweilen einladen!
Gerne komme ich wieder!


Zugegebenermaßen, viel wusste ich nicht über Seoul und Süd-Korea: Olympische Spiele 1988 und natürlich der Fakt, dass seit dem Ende des 2.Weltkriegs Korea aufgeteilt ist in Nord- und Süd-Korea, und diese Aufteilung durch den Korea-Krieg 1950 (bis 1953) mehr oder weniger gefestigt wurde.
Von meinen Kollegen mit Korea-Erfahrungen hörte ich: "ein wundervoll schönes Land, mit viel Natur, man kann viel Wandern, aber auch Skifahren", "Koreaner sind nett und höflich", "Status gilt viel in Korea, vor allem das Auto ist ein hohes Status-Symbol"... Ich war gespannt!
Vom Flughafen bringt mich ein Bus zum Hotel, und, soviel konnte ich trotz fortgeschrittener Abendstunde erkennen, es geht über Land, mit Feldern und Feldwegen, vorbei an Wald und kleinen Ortschaften und am Horizont, gar nicht soweit weg, sehe ich Berge. Dann beginnt die Stadt und Seoul selbst stellt sich schon bald als hügelige Stadt dar, und gross.
Die ersten Tage verbringe ich (leider) viel in der Arbeit, erst am Abend kann ich ein bischen um die Häuser ziehen. Dabei wird eins schnell klar: Auch trotz der amerikanischen Präsenz finden sich kaum englische Wörter im "öffentlichen Leben". Das Bestellen eines Abendessen wird zum lustigen, aber auch leckeren Abenteuer. Gut, dass manche Restaurants in ihrer Karte auch Abbildungen der Gerichte haben.
Die U-Bahn hat glücklicherweise englisch untertitelte Stationsnamem, so dass Ausflüge ins Stadtzentrum ohne Probleme möglich sind.
Fürs Wochenende buche ich im Hotel eine geführte Tour an die Grenze zu Nordkorea.
Die Trennung zwischen Ost- und West, bei uns schon lange Geschichte, hier gibt es sie noch. In Korea heisst die Trennung "Nord - Süd", und der Grenzverlauf ist gekennzeichnet von einer 4 km breiten, sogenannten "De-Militarisierten Zone (DMZ)" (grammatikalisch korrekt wäre wohl "entmilitarisierte Zone"). Weder auf der Nord- noch auf der Südseite dieses streng bewachten Gebietes dürfen sich Militär, also bewaffnete Truppen aufhalten. Die Einreise in die DMZ muss zuvor angemeldet werden, der Aufenthalt unterliegt einer Zeitbeschränkung von 2h und es gibt Bereiche, in denen man nicht Fotografieren darf...
Unser Reisebus erreicht nach einer Stunde Fahrt von Seoul aus die "freedom"-bridge an der Grenze zur DMZ. Die Brücke führt über den Grenzfluss "Hangang" und hier wurden nach dem Korea-Krieg Gefangenen-Austausche durchgeführt. Eine aus den Fluten des Hangang gehobene, alte Dampflock ist ebenfalls ausgestellt, sie war bei Ausbruch des Krieges von Nordkorea "von der Brücke geschossen" worden und weisst mehr als 1000 Einschüsse auf. Nun steht sie als Mahnmal gegen den Krieg neben der Freedom-bridge.
Nachdem ein Kontrollposten passiert ist, geht es von der freedom-bridge in die DMZ. Wir fahren nach Dorasan, ein moderner und noch vollkommen unbenutzter Bahnhof an der Eisenbahnstrecke nach Pjoenjang/NK. Falls die Grenzen mal geöffnet werden, möchte man vorbereitet sein. Weiter gehts nach Panmunjeom, einem Ort, an welchem am 27. Juli 1953 das Waffenstillstandsabkommen zwischen Nord und Süd unterzeichnet wurde. Von hier kann man einen Blick in den Norden werfen, fotografieren ist allerdings strengstens verboten.
Danach geht es zur Besichtigung eines in den 1980er Jahren entdeckten Tunnels, den Nordkorea unter der DMZ hindurch gegraben hat. 4 Tunnel wurden bislang entdeckt, man vermutet jedoch noch einige mehr. Die Tunnel würden es Nordkorea ermöglichen, innerhalb kürzester Zeit Soldaten in den Süden zu verschaffen, und eine Invasion durchzuführen!
Droh-Gebärden aus Nordkorea hört und liesst man ja regelmässig in den Medien, aber das Gefühl einer Bedrohung sieht anders aus, wenn man sich tatsächlich in Seoul aufhält. Schliesslich liegt Seoul nur eine Fahr-Stunde von der Grenze zum Norden entfernt. Etwas mulmig im Bauch, geht es dann von der DMZ wieder nach Seoul zurück.
Süd-Korea ist ein aufstrebendes Land, es gibt einige wirtschaftliche 'global player', wie Hyundai oder Samsung, und die Menschen sind stolz auf ihr Land und darauf, wie sie es nach dem Krieg, als alles zerstört war, wieder nach vorn gebracht haben.
Der Eifer, mit welchem die Menschen das Land aufgebaut haben, ist auch heute noch zu spüren, allerdings mit verschiedenen Nebeneffekten: so las ich in einem Magazin, dass die Koreaner nichts ausser Arbeit kennen: Aufstehen, arbeiten gehen, abends nach Hause kommen, essen, schlafen.
Sie kennen keine Hobbies, wenn es heisst, Fotografieren ist "in", dann kaufen sich alle Koreaner eine Digitalkamera und fangen an, zu fotografieren. Aber ein Hobby ist es damit nicht, es wird eben gemacht, weil es "in" ist. Meine Arbeitskollegen bestätigten das, teilweise jdenfalls...
Sehenswert ist das "war memorial", welchen zum Gedenken an den Korea-Krieg errichtet wurde. Museum mit riesiger Aussenanlage, Denkmäler zur Erinnerung der im Krieg gefallenen Soldaten, Marmor-Tafeln mit den Namen der Verstorbenen.
Sehenswert sind natürlich auch die Märkte und Geschäfte, die ich versucht habe, so ausgiebig wie möglich zu besuchen (ich liebe "shopping"!).
Neben den verschiedenen "wholesale"-Märkten gibt es auch noch eine Reihe von Parks, Palästen und Tempel, die alle zum spazieren gehen und verweilen einladen!
Gerne komme ich wieder!

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