Sonntag, 11. Dezember 2011

Advent, Advent....

Weihnachtsstimmung bei 30°C Hitze kommt nur schwer bei uns auf. Aber die deutsche Schule hat uns geholfen etwas Vertrautes in unsere Wohnung zu bringen. Ich erwartete eher einen viel zu kleinen Markt, in einer viel zu großen Aula. Doch bei 1000 Kindern, die hier auf die Schule gehen, war dementsprechend der Weihnachtsmarkt eine Riesenveranstaltung. Auf diesem Weihnachtsmarkt, der am 26.11. stattfand, konnten wir einen großen Adventskranz kaufen. Die Tanne war extra aus Deutschland rangeflogen. Ich fühlte mich schon wie nach der Bescherung! Es gab selbstgebastelte Sachen von Kindern, Kekse zum dekorieren und jede Menge Essen und Trinken. Der Weihnachtsmarkt erinnerte mich stark an das Münchner Oktoberfest. Vom Bratwürstchenrauch eingenebelt und der Duft von frischgezapftem Paulaner in der Luft liegend, konnten wir das Weihnachtsfest dennoch genießen.



Und am Sonntag, dem ersten Advent stand ein wunderschöner Kranz auf unserem Eßtisch und es duftete herrlich nach Tanne.

Cranberry Drop-Cookies

Zum 3. Advent haben Jakob und ich Cranberry Cookies gebacken. Ich dachte mir, das geht schneller als ausstechen. Ein Rezept von Omi Linde, aus der "Woman's day" von 1971. Dank meiner lieben Schwägerin, habe ich auch einen Cup-Meßbecher im Haus (habe ihn beim letzten Chicago-Besuch so toll gefunden, dass Anna mir ihn mitgeben mußte) und wir konnten schwupsdiwups tolle Kekse für unser Kaffeetrinken zaubern.

Samstag, 10. Dezember 2011

Sinterklaas in Singapur

Unserem Jakob zu erklären, daß Sinterklaas nur nach Holland kommt und nicht nach Singapur, war nahezu unmöglich. Wochenlang haben wir Sint-Liedjes hören dürfen, konnten schon alle mitsingen und trauten uns 
nicht, auf seine Frage, wann der Sinterklaas denn kommt, zu antworten. Doch Singapur macht es möglich - also der Hollandse Club hier. Es leben soviele Niederländer hier, dass ein Riesensinterklaasfest organisiert wurde. Das Genialste war, das der Sinterklaas mit seinen zwarten Pieten auf dem Boot im ca. 600m entfernten Yacht-Hafen ankam. Und Menschen waren da .... 1000de ... Eltern, Kinder, Omas, Opas, Tanten, Onkels, Freunde. Die meisten sprachen Holländisch, was uns natürlich sehr vertraut vorkam und wir uns heimisch fühlen. Leider nur begrenzt, weil wir ja am Ende ja immer noch Deutsche sind. Aber alles war so vertraut: laute Musik, Party-Zwarte-Pieten, hunderte verkleidete Kinder in allen Größen, Sint und Pieten auf dem Boot, Pepernoten, wir trafen sogar eine Familie aus dem Leeuwendaal in Rijswijk ... nur die Hitze, das war neu. Ich erinnere mich noch, in Holland sind wir  2007 nach Ankunft vom Sint schnell nach Hause gegangen, denn es war soooo kalt. Hier mußten wir aus der Sonne fliehen - um 10:00 Uhr morgens.
Anschließend ging es mit dem Bus zum Hollandse Club, wo die Pieten für tolle Stimmung sorgten, Kinder Geschenke bekamen und wir uns in der Sonne am Pool beim Buffet von all dem Party-Streß erholen konnten. Lieben Dank an die Holländer für so etwas Vertrautes in der Ferne. Unser Jakob war seelig an und nach diesem Tag.
Mehr Fotos gibts hier zu sehen!

Möbelkauf

Nachdem wir mit Entsetzen feststellten, daß unser Zeug aus fast 200 Umzugskisten nicht einmal annähernd in den hier uns zur Verfügung stehenden Stauraum passen würde, begannen wir als erstes, uns nochmals von Sachen zu trennen. Doch zu viele Kisten standen in der Adventszeit rum, so daß wir beschlossen IKEA muß Einzug halten. Pech oder Glück - unsere EXPEDIT war ausverkauft und IVAR wollten wir nicht mehr. Außerdem hatten wir schon vorher den Plan uns, wenn es paßt und uns gefällt, das ein oder andere Möbelstück zu kaufen. So fanden wir den chinesischen Antiquitätenhändler Anthony. An einem zu heißen Samstag fuhren wir mit dem Auto los. Die Kinder schliefen im Auto und wir parkten Gott-sei-Dank im Schatten. So konnten wir uns erst einmal ohne kids eine grobe Übersicht in dem riesigen Laden verschaffen. Wir hätten wohl 10 Schränke gekauft. Schade, daß so viele leider nicht in unsere Wohnung passen. Aber wir fanden einen großen Schrank für Bücher und Gläser, ein Sideboard verziehrt mit chinesischer Malerei, ein Nachtschränkchen und einen weiteren kleineren Schrank für Krimskrams.
Nach einer halben Woche wurden die teilweise alten Möbel geliefert, waren geputzt und wurden von zwei chinesischen Männern an die dafür vorgesehenen Plätzen gestellt. Die letzten Umzugskisten konnten geöffnet werden und alles konnte schön verstaut werden. Am Ende konnte ich sogar noch Weihnachtsdeko rausholen und das Siteboard damit vollstellen, denn Fensterbänke gibt es hier nicht. Das Glück wäre perfekt gewesen, hätte ich nicht bei der Einräumaktion die Glasplatte unseres alten Couchtisches zersplittert. Naja, Scherben bringen Glück - heißt es.                                                                                                                            
                                              

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Nikolaus in Singapur


Nachdem der Sinterklaas schon in Singapur war, waren wir voller Hoffnung auf den Nikolaus. Am Abend des 5. Dezembers wurden von Jakob Schuhe ans Fenster gestellt, ein paar Sandalen für August, Klompen für Jakob, einen Businessschuh für Papa und FlipFops für Mama.

Und da wir wohl alle sehr lieb waren, standen sie am 6. Dezember gefüllt in unserem Wohnzimmer. Jakob hat begeistert kleine Geschenke ausgepackt.


August hatte es jedoch nur auf den Gingerbreadman abgesehen und war zufrieden, als Mama ihm diesen ausgewickelt hatte.                                                                                                                                        


Sonntag, 13. November 2011

Sonntag in Sonne und Regen


Nach einem ausgedehnten Frühstück gehen wir alle zum ersten Mal zur Poollandschaft. Dort gibt es zwei Kinderpools, einen 50m Pool und einen Riesenwhirpool. Lange können die Jungs im Wasser planschen und wir ein wenig schwimmen bevor wir aus der Sonne und Hitze in den Mittagsschlaf flüchten. Doch um 13:30 Uhr beginnt es weltuntergangsmäßig zu regnen, blitzen und donnern und bis jetzt hält dieses Wetter an. (Gleich 20:00Uhr). Unser Essen-gehen müssen wir verschieben, es gibt Nudeln. Den ganzen Nachmittag wird Lego gebaut und Eisenbahn gespielt.
 August ist wieder gesund, beginnt die ersten Schritte zu laufen und spricht schon ganz lustig. Das "buko" ist das Buch, die Katze "miao", "Jako und Augo" sind Jakob und er, "laupe" bedeutet laufen und der "nonno" ist sein Schnuller. Wir sind gespannt, wann er mit dem ersten englischen Wort nach Hause kommt. Er sagt jedoch schon "bye bye"... also da hätten wir es schon.
Heute habe ich mich noch einmal auf die Suche nach Sinterklaas in Singapur gemacht. Da hatte ich einen Riesenglücksgriff. Am 19.11.2011 kommt doch tatsächlich der Sinterklaas mit seinem Boot hier bei uns im benachbarten Hafen an. Den Hafen können wir vom Balkon aus sehen. Wir haben uns natürlich gleich für die Feierlichkeiten angemeldet und hoffen, dass wir nicht zu spät sind.
Zum Tagesende gibt es noch den Tatort der letzten Woche - wir freuen uns auf Borowski.

Samstagsshopping

Das Lieblingshobby der Singapurianer ist shopping, können wir uns auch auf die Fahne schreiben. Wir waren shoppen in der mall und haben noch diverse Kleinigkeiten für die Wohnung besorgt. Auch hier ist schon das Weihnachtsspektakel eingezogen.Wir müssen jedoch erst mal noch Geburtstagsgeschenke für die nächste Woche besorgen!
Da es den ganzen Tag regnet müssen wir das tägliche Poolbad in die Wanne verplaatsen.

August poliert schon mal den ersten Golfball!